Viernheim: Kripo hofft auf Mithilfe von Ärzten

Mehr als drei Monate nach dem Fund von Säuglingsknochen in einem Wald bei Viernheim setzen die Ermittler auf die Mithilfe von Ärzten. Die Mutter des Kindes ist bislang unbekannt. Über die schwarze Wickeltasche, in der die Überreste des Babys Anfang
September in einem Wald bei Viernheim gefunden worden waren, hätten sich keine konkreten Hinweise ergeben, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Darmstadt der Deutschen Presse-Agentur. Nun sprächen die Ermittler in Südhessen und Baden-Württemberg
Krankenhäuser und vor allem Frauenärzte an. „Dabei sind wir auf den guten Willen der Ärzte angewiesen“, sagte der Sprecher. „Wegen der Schweigepflicht haben wir das Problem, dass Mediziner nicht antworten müssen.“ Die Knochen hatte ein Pilzsammler entdeckt. Bei dem Säugling handelt es sich um einen Jungen. Er soll etwa zwischen einer und drei Wochen alt gewesen sein. Seine Identität und die Todesursache sind ungeklärt. (mho/dpa)