Waibstadt: Nach Tankerunfall – Grundwasser wird untersucht

Ein dreiviertel Jahr nach dem Gefahrgutunfall bei Waibstadt dauet die Sanierung des verureinigten Erdreichs an. Nach aktuellem Stand seien weniger Kontaminationen in der Böschung verblieben, als ursprünglich angenommen, teilt der Rhein-Neckar-Kreis mit. Die Gefahr für die Trinkwasserversorgung sei aber noch nicht endgültig gebannt. Im Januar war auf der B292 ein US-Tanklastzug verunglückt. Rund 3.600 Liter Kerosin versickerten im Acker. Außerdem lief Diesel und Motorenöl aus. Die beiden Trinkwasserbrunnen des Zweckverbandes liegen etwa 200 Meter von der Unfallstelle entfernt. In den nächsten Wochen werden die drei bis zu 40 m tiefe Grundwassermessstellen errichtet. Sobald die Analysenergebnisse vorliegen, wird das Wasserrechtsamt entscheiden, ob weitere Maßnahmen nötig sind, bis hin zu einer Grundwassersanierung. Die Kosten für die aktuellen Maßnahmen sind mit rund 105.000 Euro veranschlagt und werden hauptsächlich von den U.S.-amerikanischen Streitkräften getragen.(mf)