Waldbrandgefahr nimmt zu – Höhepunkt am Donnerstag

Die Waldbrandgefahr in der Metropolregion Rhein-Neckar nimmt in den kommenden Tagen immer weiter zu. Am größten ist die Wahrscheinlichkeit, eines Feuers am Donnerstag – dann wird in den meisten Regionen die Stufe 4 von 5 des Waldbrandgefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes (DWD) erreicht. Die Meteorologen rechnen erst am Wochenende mit einer deutlichen Entspannung der Situation.
Gefährlich kann es im Falle von offenen Landschaften ohne Schatten mit abgestorbenem Gras werden. Am Mittwoch
und Donnerstag wird dem DWD zufolge fast überall die Gefahrenstufe 4 von 5, teils sogar die höchste Stufe erreicht.
Um Waldbrände zu vermeiden, ist nach Angaben des Waldbesitzerverbands Rheinland-Pfalz in Bad Kreuznach vor allem Achtsamkeit der Waldbesucher gefragt. „Es gibt dann immer noch die Gefahren wie Blitzschlag oder Selbstentzündung. Daran können sie nicht machen.
Aber die meisten Brände sind menschengemacht“, sagte der Geschäftsführer des Verbandes Wolfgang Schuh.
Schon ein am falschen Platz abgestelltes Fahrzeug kann ein Feuer auslösen. Wenn der Wagen auf trockenem Gras parke, könne sich das leicht durch den heißen Auspuff oder Katalysator entzünden, erklärte Schuh. Gefährlich seien auch Zigaretten, offenes Feuer und weggeworfenes Glas, schnell zum Brandglas werde könne.
Für den Falle eines Waldbrandes können die Besitzer laut Schuh nur im Vorfeld versuchen, den Schaden zu begrenzen. Allerdings handele sich dabei um Maßnahmen, die teils über Jahrzehnte getroffen werden müssten. Als Beispiel nennt er das Anlegen von Löschteichen. „Damit sie vor Ort Wasser haben, dass die Feuerwehren nachtanken können.“ Hilfreich seien auch Schneisen im Bestand, über die sich ein Feuer nicht leicht ausbreiten könne. Außerdem müssten Wege für Löschfahrzeuge freigeschnitten sein.
Wie sehr Wälder gefährdet sind, hängt nach Angaben Schuhs unter anderem von den jeweiligen Baumarten und dem Bodenbewuchs ab. „Am feuergefährdetsten sind junge Kieferbestände.“ Außerdem breite sich ein Feuer schneller aus, wenn es am Boden statt grünem Bewuchs vor allem Nadeln und trockene Äste gebe. „Wobei alles überlagert wird vom
Wetter“, sagte Schuh. Wenn ein Waldboden nach mehreren Regentagen komplett durchnässt sei, senke das die Brandgefahr enorm.(dpa/rcs)