Waldsee/Frankenthal: Nach Tuberkulose-Fall: Flüchtlinge werden untersucht

Nach der Tuberkulose-Diagnose bei einem jungen Flüchtling in Waldsee werden alle unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge im Rhein-Pfalz-Kreis auf die Krankheit untersucht. Rund 80 Jugendliche seien von der Vorsichtsmaßnahme betroffen, sagte ein Sprecher des Kreises. Bei dem 17-Jährigen Iraner war Mitte August eine gefährliche offene Tuberkulose entdeckt worden. Er war Ende vergangenen Jahres in Frankfurt angekommen. Die vorgeschriebenen Röntgenaufnahmen waren dort offenbar nicht gemacht worden. Befragungen der Flüchtlinge im Rhein-Pfalz-Kreis ergaben nach Angaben des Sprechers, dass weitere aus Frankfurt gekommene Flüchtlinge nicht geröntgt worden waren.
Nach dem jüngsten Tuberkulose-Fall in einer Frankenthaler Sammel-Unterkunft werden kommende Woche die 120 Mibewohner des erkrankten Afghanen untersucht. Ebenso die Hilfskräfte, Sozialarbeiter und Verwaltungsangestellten, die Kontakt mit dem 21-jährigen hatten. Er wird seit Montag in einem Ludwigshafener Krankenhaus behandelt. Die Krankheit sei aber in einem wesentlich weniger ansteckenden Stadium als bei dem Fall in Waldsee, sagte der Kreis-Sprecher.(dpa/mf)