Walldorf: Korruptionsvorwürfe in Südafrika: SAP räumt Unregelmäßigkeiten ein

Gut ein halbes Jahr nach dem Bekanntwerden von Korruptionsvorwürfen gegen SAP in Südafrika hat der Softwarehersteller Unregelmäßigkeiten eingeräumt. Eine Untersuchung der fragwürdigen Kommissionszahlungen für Geschäfte mit staatlichen Unternehmen habe „Anzeichen von Fehlverhalten“ zu Tage gebracht, teilte SAP mit. Es habe „Unregelmäßigkeiten“ gegeben, SAP habe aber zu keinem Zeitpunkt direkt Zahlungen an Mitarbeiter der staatlichen Unternehmen oder Regierungsvertreter geleistet.  SAP wurde vorgeworfen, seit 2014 unüblich hohe Kommissionen an politisch vernetzte Firmen gezahlt zu haben, um sich bei staatlichen Unternehmen Aufträge zu sichern. Dabei geht es um Kommissionen von rund 113 Millionen Rand (derzeit 8 Millionen Euro). Die Empfänger waren Firmen der Unternehmerfamilie Gupta. Die Brüder galten als enge Freunde des damaligen Präsidenten Jacob Zuma. Sie stehen im Zentrum eines Korruptionsskandals, der seit Monaten das Land erschüttert. Zuma trat im Februar zurück.(dpa)