Walldorf/Mannheim/Darmstadt: Sattelschlepper rast nach Verfolgungsjagd ungebremst in Absperrung – 41-Jähriger leicht verletzt – Mehrere Flaschen Vodka im Führerhaus

Die Polizei nimmt die Verfolgung eines Schlangenlinien fahrenden Lastwagen auf. Der Fahrer versucht, Polizeiautos von der Straße zu drängen, rast über Parkplätze. Stoppen kann den alkoholisierten Mann erst eine spektakuläre Straßensperrung.

Nach einer Verfolgungsjagd auf der Autobahn 5 ist es der Polizei nur mit Mühe gelungen, einen in Schlangenlinien fahrenden Lkw zu stoppen. Der Fahrer des Sattelschleppers raste schließlich in Höhe der Anschlussstelle Darmstadt-Ebersberg ungebremst in eine eigens errichtete Absperrung. Der stark nach Alkohol riechende Fahrer, ein vermutlich 41-jähriger Mann, wurde leicht verletzt zur ärztlichen Untersuchung und Blutentnahme ins Krankenhaus gebracht, wie die Polizei mitteilte. Er habe 2,3 Promille Alkohol im Blut gehabt. Erste Ermittlungen, wonach es sich bei dem Fahrer um einen 37-Jährigen handeln sollte, bestätigten sich nicht. Im Führerhaus des Sattelzugs fanden die Beamten mehrere Flaschen Wodka. Der Mann verbrachte die Nacht im Krankenhaus, wie ein Polizeisprecher sagte. Inzwischen erließ ein Haftrichter Untersuchungshaftbefehl. Der Festgenommene kam in eine Justizvollzugsantalt.

Der Sattelzug war bereits in Baden-Württemberg mit seiner riskanten Fahrweise aufgefallen, heißt es in der Mitteilung. Verkehrsteilnehmer alarmierten die Polizei, die die Verfolgung aufnahm. Der Fahrer habe sich aber nicht zum Anhalten bewegen lassen, sondern versucht, die Polizeiwagen abzudrängen. Zudem sei er über zwei Autobahn-Parkplätze gerast. Um zu verhindern, dass der Lkw auf ein Stauende auffährt, errichtete die Polizei mit einem querstehenden Lastwagen und einem Streifenwagen eine Absperrung. Diese habe den 40-Tonner schließlich gestoppt.

Der Sattelzug, der Lastwagen der Autobahnmeisterei sowie der Streifenwagen wurden bei dem Zusammenstoß total beschädigt. Nach Angaben der Polizei entstand ein Sachschaden in Höhe von etwa 300.000 Euro. Der Fahrer wurde festgenommen, die Polizei leitete ein Verfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs gegen ihn ein. Die Autobahn war aufgrund der Aufräumarbeiten noch bis zum späten Samstagabend gesperrt.