Weinheim: Manuel Just wird neuer Oberbürgermeister – 68,4 Prozent im ersten Wahlgang

Manuel Just wird neuer Oberbürgermeister von Weinheim. Der 39-Jährige setzte sich im ersten Wahlgang in der Zweiburgenstadt mit 68,4 Prozent – mehr als zwei Drittel – der abgegebenen Stimmen gegen seine sechs Mitbewerber durch. Er folgt auf Heiner Bernhard, der nach 16 Jahren als Rathaus-Chef in der größten Stadt des Rhein-Neckar-Kreises nicht mehr zur Wahl angetreten war. Der 39-Jährige ist aktuell noch Bürgermeister der Nachbargemeinde Hirschberg an der Bergstraße. Er war bei seiner Kandidatur in Weinheim von der CDU, Freien Wählern, Grünen und FDP unterstützt worden. „Es ist schwer, das jetzt in Worte zu fassen“, sagte er in einer ersten Stellungnahme zwischen zahllosen Gratulanten in die RNF-Kamera, „ich bin überwältigt. Ich habe nicht geglaubt, dass das heute bereits entschieden wird.“ Er dankte seinen Konkurrenten, die ihn „getrieben“ hätten, für einen „sehr fairen Wahlkampf“. Auf Platz zwei landete der Kandidat der Partei Die Linke. Dr. Carsten Labudda erhielt 11,8 Prozent der Stimmen. „Als ich mich im Januar zur Kandidatur entschieden habe, hätte ich nie gedacht, dass ich Zweiter werde“, sagte Labudda in einer ersten Stellungnahme im Rathaus, wo sich alle Bewerber am Sonntagabend einfanden. Enttäuscht, aber gefasst reagierte Stella Kirgiane-Efremidou. Der Sozialdemokratin brachte es gerade mal auf 9,3 Prozent. „Ich glaube, dass die große Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger einen Politikwechsel wollte nach 32 Jahren SPD im Rathaus“, so die Gemeinderätin. Simon Pflästerer (Weinheimer Liste) brachte es auch 6,7, Oliver Kümmerle (Bensheim) auf 3,1 Prozent. Björn Leuzinger (Die Partei) holte immerhin 64 Stimmen (0,4 Prozent), für die schwäbische Überall-Kandidatin Fridi Miller aus Sindelfingen votierten 39 der knapp 35 000 Wahlberechtigten. Die Wahlbeteiligung lag bei 49,22 Prozent.  Just tritt sein Amt am 12. August an. Mehr zur OB-Wahl in Weinheim morgen in RNF Life. (wg/rk)