Weiter Stadionverbot für Hehl: NPD-Stadtrat darf nicht zum Waldhof

Es bleibt bei einem Stadionverbot des SV Waldhof Mannheim für den Mannheimer NPD-Stadtrat Christian Hehl. Der Mann
scheiterte mit einer Verfassungsbeschwerde vor dem Staatsgerichtshof in Stuttgart.  Der Politiker hatte erreichen wollen,
dass er die Heimspiele des Regionalligisten im Mannheimer Carl-Benz-Stadion wieder besuchen darf. Das hatte ihm der SV Waldhof seit Juli 2014 bis zum 30. Juni 1016 untersagt. Grund für das Verbot waren Vereins-T-Shirts, die der Kläger in seinem
Sinne verändert hatte: Statt „Waldhof Fans gegen Gewalt“ schrieb er „Waldhof Fans gegen Polizei A.C.A.B.“ (All Cops are Bastards/etwa: Alle Polizisten sind Idioten). Das Verbot verletze nicht seine Grundrechte, da es keinen existenziellen Lebensbereich betreffe, sondern weil es „allein die Freizeitgestaltung und damit die Sozialsphäre und den sozialen Geltungsanspruch“ des Beschwerdeführers berühre. Auch in den Vorinstanzen war der Mann gescheitert. Bereits im Jahr 2006 war gegen den Mann ein dreijähriges bundesweites Stadionverbot verhängt worden. Dabei ging es nach Angaben das Gerichts um ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung und Landfriedensbruchs. Hehl soll einer Hooligan-Vereinigung angehört haben. dpa/feh