Wiesbaden: Hessen verbietet wegen Corona Treffen mit mehr als 100 Teilnehmern

Die hessische Landesregierung hat bei einer Sonder-Kabinettssitzung zur Bekämpfung der Coronaviruskrise weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens beschlossen. Sowohl öffentliche wie auch private Veranstaltungen mit mehr als 100 Teilnehmern seien künftig verboten, teilte die Landesregierung am Samstagabend mit. Um die Verbreitung des Coronavirus zumindest zu verlangsamen, sei es zudem notwendig, die persönlichen Kontakte so weit wie möglich zu minimieren. Auch alle Museen des Landes sowie die Museumslandschaft Kassel würden ab diesem Sonntag zunächst bis zu 19. April geschlossen, sämtliche Aufführungen an den hessischen Staatstheatern eingestellt. Den Kommunen wurde empfohlen, dies auch für ihre Theater und Museen anzuordnen. Die Landesregierung sagt alle öffentlichen Termine ab, wie es weiter hieß. Auch die Mitglieder der Landesregierung würden ihre persönlichen Kontakte deutlich reduzieren und keine öffentlichen Termine mehr wahrnehmen, um so das Infektionsrisiko und die Gefahr der Übertragung des Virus zu minimieren. Sämtliche öffentliche Termine der Ministerinnen und Minister sowie deren Staatssekretärinnen und Staatssekretäre werden abgesagt. Funktionsträger, die aus Risikogebieten zurückkehrten, müssten in Quarantäne. Die Personengruppe, die für die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung besonders wichtig ist, werde um alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Krankenhäuser, des öffentlichen Gesundheitsdienstes, der kritischen Infrastruktur wie etwa der Energie- und Wasserversorgung sowie um Soldatinnen und Soldaten erweitert. Wer zu dieser Gruppe zähle, müsse nach der Rückkehr aus einem Risikogebiet für 14 Tage in häusliche Quarantäne. Damit solle sichergestellt werden, dass diese Menschen nicht ungewollt Kolleginnen und Kollegen aus diesen Bereichen mit dem Virus infizieren. Für bestimmte Schülerinnen und Schüler der Schuljahrgänge 1 bis 6 und bestimmte Kindergartenkinder werde eine Notfallbetreuung in kleinen Gruppen gewährleistet. Die Gruppe der anspruchsberechtigten Eltern werde erweitert insbesondere um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des öffentlichen Gesundheitsdienstes und der Krankenhäuser. Die Verordnungen sind auf hessen.de abrufbar. (dpa/lhe/asc)