Wiesloch: Katastrophenschützer simulieren Atom-Unfall – Reibungsloser Verlauf

Es war eine gemeinsame Übung mit Pilotcharakter. Katastrophenschützer aus Nordbaden übten in Wiesloch den Ernstfall nach einem radioaktiven Unfall. Und alle waren sich nach den fast neunstündigen Planspielen mit 500 Übungsteilnehmern, davon 200 Einsatzkräfte aus verschiedenen Fachdiensten, Organisationen und Behörden, einig, dass alles ziemlich reibungslos klappte. Beteiligt an der Großübung waren nach Angaben des Landratsamtes in Heidelberg die Städte Mannheim und Heidelberg sowie der Rhein-Neckar-Kreis und der Neckar-Odenwald-Kreis. Das Zentrum beruflicher Schulen des Rhein-Neckar-Kreises in Wiesloch diente als Notfallzentrum. Hier konnten sich Betroffene nach einem Unfall mit radiologischen Stoffen auf eine mögliche Kontamination hin mit geeigneter Messtechnik überprüfen und erforderlichenfalls durch Duschen und Waschen reinigen lassen. Das Fazit von Professor Hermann Schröder, dem Leiter der Abteilung Bevölkerungsschutz und Krisenmanagement im Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration Baden-Württemberg: „Das Zusammenspiel aller Beteiligten hat gut funktioniert. Die Ausstattung des Katastrophenschutzes in den Stadt– und Landkreisen befindet sich auf einem hohen Niveau. Es ist jedoch nicht damit getan, eine gute Ausrüstung zu haben. Im Ernstfall müssen die Menschen auch damit umgehen können und dazu sind solche Übungen unerlässlich.“ Ziel der Übung war eine Optimierung der Zusammenarbeit der verschiedenen Mitwirkenden im Katastrophenschutz. Die Übung wurde erstmals nach den bundesweit gültigen Vorgaben durchgeführt, die nach den Ereignissen von Fukushima neu gefasst wurden. Sie hatte Pilotcharakter für Baden-Württemberg. (mho)