Wiesloch: Ministerium sieht bei Suizid kein Verschulden der Psychiatrie

Das Sozialministerium sieht nach dem Suizid eines Mordangeklagten im Psychiatrischen Zentrum Nordbaden in Wiesloch kein Verschulden des Krankenhauses. „Nach derzeitigem Stand sind der Einrichtung keine Vorhaltungen zu machen“, sagte ein Sprecher des Ministeriums am Dienstag. Es gelte
allerdings noch, den Abschluss aller Untersuchungen abzuwarten. Der Angeklagte im Prozess um einen Mord in der Psychiatrie in Weinsberg hatte sich am Sonntag in seiner Isolierzelle erhängt. Nach Angaben des Sozialministeriums habe es keine Anzeichen für Suizidgedanken bei dem 34-Jährigen gegeben. Der Mann sei regelmäßig kontrolliert worden, Gürtel und Schnürsenkel habe er nicht bei sich gehabt. Der arbeitslose Kfz-Mechaniker war beschuldigt worden, in der Psychiatrie einen 60 Jahre alten Zimmergenossen getötet zu haben. (dpa/lsw)