Wiesloch: MLP leidet unter Diskussion über Bürgerversicherung

Die Debatte über eine Bürgerversicherung vor der Bundestagswahl hat aus Sicht des Finanzdienstleisters MLP   die Bereitschaft der Verbraucher zur Vertragsunterschrift gedämpft. Die Erlöse im Beratungsfeld Krankenversicherung gingen in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres von 36,2 Millionen Euro auf 31,8
Millionen Euro zurück, wie Vorstandschef Uwe Schroeder-Wildberg am Donnerstag in Wiesloch sagte. „Viele Anleger agieren sicherheitsorientiert und sind beim Abschluss langfristiger Verträge zurückhaltend.“ MLP macht seinen Umsatz vor allem mit Provisionen aus Vermittlungen von Finanzdienstleistungen an Akademiker.
Das Unternehmen liege in diesem Geschäftsjahr bislang hinter den eigenen Erwartungen zurück, sagte Schroeder-Wildberg. Es komme nun auf das Schlussquartal an – und da besonders auf die traditionell verkaufsstarken letzten sechs Wochen. Das Ziel eines Jahresergebnisses vor Zinsen und Steuern (Ebit) von mindestens 50 Millionen Euro sei ambitionierter geworden. Die Gesamterlöse von MLP stiegen in den ersten neun Monaten um 2 Prozent auf 345,7 Millionen Euro. Das Ebit sank um 15 Prozent auf 10,4 Millionen Euro. Der
Konzernüberschuss ging um 17 Prozent auf 7,9 Millionen Euro zurück.(dpa/lsw)