Wiesloch: Tot nach Polizeieinsatz – Psychiatriepatient wurde obduziert

Nachdem ein Patient der Psychiatrie in Wiesloch (Rhein-Neckar-Kreis) nach einem Polizeieinsatz zusammengebrochen und gestorben ist, dauern die Ermittlungen an. Wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft in Heidelberg heute sagte, wurde die Leiche des Mannes zwar obduziert; „die Untersuchungen sind aber noch nicht abgeschlossen“. Die Ermittlungen befänden sich in einem „frühen Stadium“, fügte der Sprecher hinzu. Der 41-Jährige habe in der Einrichtung randaliert, wie die Staatsanwaltschaft Heidelberg und das Polizeipräsidium Mannheim gestern mitteilten. Als er damit begann, ein Fenster aus der Verankerung zu reißen, rief das Personal die Polizei. Nach Angaben der Polizei waren insgesamt acht Beamte im Einsatz. Sie überwältigten den Mann mit Hilfe von Pfefferspray und fesselten ihn. Mit einem Krankentransportwagen wurde der 41-Jährige zur forensischen Station gebracht. Unterwegs habe er sich weiter massiv gewehrt und sei bei der Ankunft kollabiert. Der Patient, der seit 2002 in stationärer Behandlung war, starb am Montag im Uniklinikum Heidelberg. Die Staatsanwaltschaft beantragte eine Obduktion zur Klärung der Todesursache. Ob gegen die Polizisten ermittelt wird, blieb zunächst offen. „Solange wir die genaue Todesursache nicht kennen, können wir auch nicht sagen, wie es weitergeht“, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. (lsw/mj)