Wörth/ Mainz: 300 Kilo Kokain in Seefrachtcontainer entdeckt

300 Kilogramm Kokain mit einem Straßenverkaufswert bis zu 90 Millionen Euro sind im südpfälzischen
Wörth am Rhein entdeckt worden. Mitarbeiter eines Logistikunternehmens fanden die Drogen, als sie einen mit Motorteilen beladenen Seefrachtcontainer aus Brasilien entluden. Es sei der größte Kokainfund in Rheinland-Pfalz in den vergangenen 20 Jahren, sagte eine Sprecherin des Landeskriminalamtes (LKA) am Dienstag. Das auf neun Sporttaschen verteilte Rauschgift wurde nach
Einschätzung der Ermittler vermutlich bereits in Brasilien in den Container geschmuggelt, der per Schiff via Antwerpen nach Wörth kam. „Vermutlich ist es den Tätern nicht gelungen, das Kokain im Hafen von
Antwerpen zu bergen, bevor der Container weiter nach Wörth transportiert wurde“, teilte das LKA mit.
Das Rauschgift war in 283 Paketen verpackt, die jeweils etwas mehr als einem Kilogramm wogen und auf die Sporttaschen verteilt waren.Wenn es grammweise auf dem illegalen Markt verkauft worden wäre, hätten sich damit nach Angaben der Sprecherin bis zu 22,5 Millionen Euro erlösen lassen. „Wenn man davon ausgeht, dass es zweimal gestreckt und dann verkauft worden wäre, wäre sogar ein Umsatz bis zu 90 Millionen Euro möglich gewesen.“ (dpa/lrs)