Wörth: Vogelgrippeverdacht in Geflügelbetrieb – 540 Tiere werden getötet

In einem Geflügelbetrieb in Wörth besteht Vogelgrippe-Verdacht. Es handle sich bei dem Virus aber vermutlich nicht um die derzeit grassierende, hoch ansteckende H5N8-Variante, sondern um den Typ H5, teilte das rheinland-pfälzische Umweltministerium am Sonntag mit. Die rund 540 Tiere des Rassegeflügelbetriebs, darunter Enten und Gänse, müssten getötet werden, um eine Ausbreitung zu verhindern.

Die Proben aus dem Betrieb seien zur Untersuchung an das Friedrich-Loeffler-Institut auf die Insel Riems geschickt worden, teilte das Ministerium weiter mit. Ergebnisse sollten Mitte der Woche vorliegen. Im Landkreis Germersheim gilt eine kreisweite Stallpflicht.

Das gefährliche Vogelgrippe-Virus H5N8 war kurz vor Weihnachten erstmals in Rheinland-Pfalz bei Wildtieren nachgewiesen worden. In Geflügelbetrieben tauchte es bislang nicht auf. In anderen Bundesländern ist die Geflügelwirtschaft jedoch betroffen. Das Virus ist für Vögel hoch ansteckend, gilt für Menschen aber als ungefährlich. Trotzdem gilt: Wer einen toten Wildvogel entdeckt, soll das Tier nicht anfassen, sondern der Kreisverwaltung melden. (lrs)