Worms: Archäologen werden fündig

 

Archäologen sind an der Südseite des Wormser Doms auf Überreste der alten Dombauhütte gestoßen. Beim Entfernen der Bodenplatten sei ein Stück Mauer zum Vorschein gekommen, sagte die Leiterin der Landesarchäologie Mainz, Marion Witteyer, auf Anfrage. „Auf alten Plänen kann man erkennen, dass das nur die alte  Dombauhütte sein kann.“ Solche Werkstätten gibt es seit dem Mittelalter, sie sind für den Erhalt der Gotteshäuser zuständig. Die Archäologen, die seit einigen Wochen in Worms zugange sind, kommen jedoch nicht so schnell voran wie erhofft. „Das Wetter erschwert ein bisschen die Arbeit“, sagte Witteyer. Erst habe es wegen des Regens zu viel Schlamm gegeben, nun sei der Boden gefroren und könne deshalb nicht so gut bearbeitet werden. „Das ist unser Problem.“ In Verzug sei man aber noch nicht. Die Archäologen arbeiten an der Südseite, weil dort bald ein neues Gemeindehaus errichtet werden soll. Man wisse, dass vermutlich unter dem Dom das römische Forum gelegen habe, hatte Witteyer kürzlich gesagt. Es sei aber noch nicht klar, wie weit es sich ausgedehnt habe oder warum es gerade an dieser Stelle gebaut worden sei. Die neue Grabung soll Erkenntnisse liefern. Ungeachtet der laufenden Arbeiten rufen die Gegner des Gemeindehaus-Neubaus am morgigen Sonntag erneut zur Mahnwache am Wormser Dom auf. (mho/dpa)