Worms: Blutiger Streit

Ein blutüberströmter Verletzter, eine zerbrochene Schaufensterscheibe und vermeintliche Schüsse: den Polizeibeamten stellte sich bei einem Einsatz in Worms zunächst eine unklare Lage dar. Zeugen alarmierten gestern gegen 14.50 Uhr die Polizei und meldeten, dass bei einer Schlägerei mit mehreren Personen ein Schuss gefallen sei. Die Beteiligten seien aber mittlerweile von der Örtlichkeit, einem Fahrradgeschäft in der Mainzer Straße, geflohen. Eine Person sei blutüberströmt in die Judengasse geflüchtet, sowie eine Personengruppe mit einem Pkw von der Örtlichkeit weggefahren. Die Streifenbesatzung stellte nach weiteren Zeugenaussagen vor Ort fest, dass einer der Beteiligten während der Auseinandersetzung eine Schusswaffe zog. Im weiteren Verlauf seien dann zwei der Beteiligten gegen eine Schaufensterscheibe gefallen, die hierbei zu Bruch ging. Dies sei fälschlicherweise als „Schuss“ wahrgenommen worden. Bei der Fahndung fanden die Ordnungshüter den geflüchteten Pkw in der Körnerstraße. Wie es heisst, sei kurz darauf der 25jährige Nutzer des Fahrzeuges mit erheblichen Schnittverletzungen an Kopf, Oberkörper und Armen am Fahrzeug erschienen. Die Blessuren stammten offensichtlich von der zerbrochenen Schaufensterscheibe. Bei der anschließenden Durchsuchung seiner Wohnung stellten die Einsatzkräfte die zuvor verwendete Waffe sicher. Es handelt sich den Angaben zufolge um eine Schreckschusswaffe. Angaben zur Sache machte der Beschuldigte nicht. Er stand unter erheblichem Alkoholeinfluss. Die Hintergründe der Auseinandersetzung und die weiteren Beteiligten sind bislang nicht bekannt. (mho)