Worms/Düsseldorf: Mutmaßlichem „deutschen Taliban“ droht lebenslange Haft

Einem aus Worms stammenden mutmaßlichen „deutschen Taliban“ droht lebenslange Haft. Der Mann soll in Afghanistan in einer Eliteeinheit gekämpft haben. In Düsseldorf der Prozess gegen den 37-Jährigen. Die Bundesanwaltschaft wirft ihm
Terrorismus, versuchten Mord und die Nutzung von Kriegswaffen vor. Der Angeklagte wies beim Prozessauftakt darauf hin, an massiven psychischen Problemen zu leiden. Er sei bei der Bundeswehr ausgemustert worden. Zu den Tatvorwürfen wollte er sich zunächst nicht äußern. Der in Polen geborene Deutsche war im Februar von Spezialkräften im
Süden Afghanistans gefangen genommen worden. Den Ermittlungen zufolge war er im August 2012 nach Pakistan gereist und hatte fünf Jahre lang in den Reihen der Taliban gekämpft. Er wohnte zuvor im Raum Worms. dpa/feh