Worms: Regisseur der Nibelungen-Festspiele verspricht „ein Road Movie“

Das neue Stück der Wormser Nibelungen-Festspiele wird nach Angaben von Regisseur Nuran David Calis „ein Road Movie“ zur Zeit des Ersten Weltkriegs. Weil es auch von Krieg und Leid handele, müsse man dafür „einen ganz anderen Ton finden als im vergangenen Sommer“, sagte Calis nach Festspiel-Angaben am Dienstag anlässlich einer Bauprobe vor dem Wormser Dom. Damals war es um ein fiktives Filmteam gegangen, das vor dem Dom einen Streifen über die Nibelungensage dreht – und dabei jene Konflikte durchmacht, von denen die literarische Vorlage handelt: Liebe, Hass und Rache. Das neue Stück „Glut. Siegfried von Arabien“ beruht auf einer wahren Begebenheit. Darin ziehen deutsche Offiziere als Zirkustruppe verkleidet mit dem Nibelungenstück durch den Nahen Osten, um die von Briten besetzten persischen Ölquellen anzugreifen. „Eine Expedition dringt tief in den arabischen Raum ein und stiftet Unruhe. Ihr Motor sind die Konflikte des Nibelungen-Stoffs. Alle Figuren sind da und haben ihre Rollen“, schilderte Calis. Anhand dessen versuche man zu zeigen, was im arabischen Raum heute passiere und wie die Deutschen zu dieser Entwicklung beigetragen hätten, als sich das Deutsche Kaiserreich und die Osmanen gegen Engländer und Franzosen verbündeten. Autor ist erneut Albert Ostermaier. (dpa/lrs)