Worms: Zwei Kundgebungen nach Bluttat – Polizei will Präsenz zeigen

Wenige Tage nach dem Gewalttod einer jungen Frau in Worms gehen heute in der Stadt sowohl Anhänger der
AfD als auch Angehörige des linken Spektrums zu Kundgebungen auf die Straße. Die AfD will bei einer Mahnwache (18.00 Uhr) darauf aufmerksam machen, dass der mutmaßliche Täter – ein abgelehnter Asylbewerber aus Tunesien – hätte abgeschoben werden sollen. Gegen die Mahnwache will ein „Bündnis gegen Naziaufmärsche Worms“
demonstrieren (17.00 Uhr). Die AfD wolle den Tod der Frau für politische Zwecke instrumentalisieren, heißt es vonseiten der Gruppe, die nach Polizeiangaben im Antifa-Spektrum verankert ist. Die Polizei rechnet mit insgesamt etwa 300 Teilnehmern und will Präsenz zeigen. Nach den Kundgebungen soll ein Gedenkgottesdienst im Dom stattfinden.
Die 21 Jahre alte Frau war in der Nacht zum Mittwoch im Elternhaus erstochen worden. Der mutmaßliche Täter meldete sich danach bei der Polizei. Das Motiv des 22-Jährigen ist nicht bekannt. Wir berichten ausführlich in RNF Life. dpa/feh