Zoo-Verband: Pinguin-Diebstahl wohl kein Zufallsklau

Der Diebstahl eines Pinguins im Mannheimer Luisenpark ist nach Einschätzung von Experten möglicherweise auf organisierte Kriminalität zurückzuführen. „Das ist kein Zufallsklau. Das sind in den allermeisten Fällen hoch spezialisierte Täter“, sagte der Geschäftsführer des Verbandes der Zoologischen Gärten (VdZ), Volker Homes, im Interview der Deutschen Presse-Agentur. „Das ist kein „Ich fand den Pinguin so süß und hole ihn mir für zu Hause““. Es geht in den Bereich der organisierten Kriminalität und des illegalen Handels.“ In Mannheim war ein Humboldt-Pinguin aus einem Gehege entwendet worden. Bislang fehlt von ihm jede Spur. „Wenn es sich um organisierte Kriminalität handelt, ist es wahrscheinlich, dass das Tier ins Ausland gebracht wird“, sagte Homes. Dahinter stehen ihm zufolge oft reiche Auftraggeber. Besonders
begehrt sind demnach hochbedrohte Arten, vor allem im Vogel- und Reptilienbereich. „Den Käufern geht es etwa um die Zucht oder auch um
einen privaten kleinen Zoo“, erklärte Homes. „Über die Täter weiß man nur sehr wenig. Sie zu fassen, ist extrem schwer.“ dpa/feh